Die KMU-Definition der EU
Die Europäische Kommission grenzt Unternehmensgrößen über die Empfehlung 2003/361/EG ab. Maßgeblich sind drei Kennzahlen: Mitarbeiterzahl, Jahresumsatz und Bilanzsumme.
| Kategorie | Mitarbeiter | Jahresumsatz | Bilanzsumme |
|---|---|---|---|
| Kleinstunternehmen | < 10 | ≤ 2 Mio. € | ≤ 2 Mio. € |
| Kleines Unternehmen | < 50 | ≤ 10 Mio. € | ≤ 10 Mio. € |
| Mittleres Unternehmen | < 250 | ≤ 50 Mio. € | ≤ 43 Mio. € |
Lesart: Die Mitarbeiterzahl ist verpflichtend einzuhalten; zusätzlich muss entweder die Umsatz- oder die Bilanzsummen-Schwelle erfüllt sein. KMU umfasst Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen — also bis 249 Mitarbeiter. Alles darüber gilt als Großunternehmen.
Warum die Abgrenzung zählt
Die KMU-Einstufung entscheidet u. a. über Förderfähigkeit, Berichtspflichten und die Ansprache im Vertrieb. Genau deshalb werden wir oft gefragt, wie wir Größe bestimmen.
Wie Implisense Unternehmensgröße bestimmt
Implisense leitet die Größe aus Mitarbeiterzahl und Umsatz ab. Wo Angaben nicht direkt vorliegen, kommt eine modellbasierte Schätzung mit offen dokumentierter Methodik zum Einsatz. Die Größenklassen lassen sich für Segmentierung und Zielkunden-Targeting nutzen und sind über die API und als Firmendaten abrufbar.
Verwandt: Branchenklassifikation (WZ 2008 & NACE).